An unserer Schule wird LER (Lebensgestaltung, Ethik, Religion) in der Sekundarstufe 1 in den Klassenstufen sieben und acht als zweistündiges Fach und in den Klassenstufen neun und zehn als einstündiges Fach unterrichtet.
Schülerinnen und Schüler stellen Fragen: Wer bin ich? Was soll ich tun? Wie will ich leben? Sie fragen sich auch: Wie leben Menschen mit unterschiedlichen Lebenseinstellungen und Werthaltungen in einer Gesellschaft zusammen? Warum gibt es überhaupt verschiedene Weltsichten und Daseinsorientierungen?
Für die Heranwachsenden entwickeln sich daraus Fragen nach dem eigenen Selbstverständnis und dem anderer Menschen sowie Fragen zur Klärung eigener und fremder Lebensentwürfe. Diese Fragen und deren lebensweltliche Verknüpfungen sind Gegenstand des Unterrichts im überkonfessionellen Schulfach Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde (LER). Der Erschließung der Inhalte in LER dienen primär jugendrelevanter Schlüsselprobleme und lebensrelevanter Grundsatzfragen. Die Phänomene der Lebenswelten der Schülerinnen und Schüler bilden somit den Ausgangspunkt des LER-Unterrichts.
Sie werden einer mehrperspektivischen Analyse sowie einer Reflexion unterzogen, rekonstruiert und diskursiv bearbeitet. Das heißt auch, dass die Erfahrungen und Kenntnisse der Schülerinnen und Schüler nicht nur methodische Anknüpfungspunkte bilden, sondern selbst Gegenstand des Unterrichts sind.
Gerade für unsere heranwachsenden Sportlerinnen und Sportler stellen sich diese Fragen im Spannungsfeld zwischen Schule und Sport sowie der Entwicklung einer eigenen Persönlichkeit. Im Fach LER nehmen wir uns diesen Herausforderungen an und versuchen durch inhaltliche Angebote, aber auch durch die Vermittlung von methodischen Kompetenzen die Jugendlichen individuell auf ihrem Weg zu begleiten. Die drei Dimensionen Lebensgestaltung, Ethik und Religionskunde konstituieren und strukturieren das Fach in Verbindung mit den Inhalten grundlegend.
Der Buchstabe L steht dafür, Fragestellungen und Probleme der Lebenswelt im Spannungsfeld zwischen einem gelingenden Leben und der Möglichkeit eines Scheiterns zu betrachten.Der Inhaltsbereich knüpft an anthropologische, soziale und psychologische Theorien an.
Für den LER-Unterricht heißt das, Herausforderungen bei der Gestaltung sozialer Beziehungen, der Identitätsfindung, der Selbsterkenntnis und Selbstveränderung und Probleme bei der Bewältigung von Misserfolgen zu untersuchen und Lösungsansätze zu erarbeiten.
Der Buchstabe E steht dafür, Fragestellungen und Probleme des Handelns aus moralischer Sicht zu untersuchen. Das heißt, Phänomene der Lebenswelt im Spannungsfeld zwischen der Erhaltung eines moralischen Regelsystems und der Ausbildung eines ethischen Bewusstseins zu betrachten. Der Inhaltsbereich knüpft in erster Linie an ethische, philosophische und moralpsychologische Theorien, Wissensbestände und Methoden an. Im LER-Unterricht machen sich die Schülerinnen und Schüler ihre persönlichen Werte bewusst. Sie lernen, diese zu überdenken, zu überprüfen und daraus für ihr eigenes Leben Schlüsse zu ziehen. Im ethischen Diskurs wechseln sie die Perspektiven, erwägen die Folgen von Handlungen, indem sie Handlungsalternativen zur Sprache bringen, und begründen ihre moralischen Urteile.
Der Buchstabe R steht dafür, Fragen nach dem Religiösen im Spannungsfeld zwischen Aufgeschlossenheit, Gleichgültigkeit oder Ablehnung gegenüber Religionen zu betrachten. Der Inhaltsbereich knüpft an religionswissenschaftliche, religionsphilosophische, religiös-ethische, weltanschauliche, sinnstiftende Theorien und gelebte Religion an. Im LER Unterricht erwerben die Schülerinnen und Schüler religionskundliches Grundwissen und werden befähigt, religiöse Bezüge herzustellen, die für das Verstehen der eigenen sowie für sie fremder Kulturen bedeutsam sind. Sie lernen, Religiosität als Feld grundlegender Erfahrungen und Vorstellungen einzubeziehen.
Unsere Fachschaft steht für einen lebendigen Unterricht, der durch Projekte und Exkursionen an außerschulischen Lernorten und durch das Wissen von Experten zu einzelnen Themen bereichert wird.
Weil die oben genannten komplexen Prozesse durch Wechselwirkungen zwischen naturgeographischen Gegebenheiten (z.B. Klima, Gestein, Boden) und menschlichen Aktivitäten (z.B. Wirtschaft, Politik) entstehen bzw. beeinflusst werden, können die erforderlichen Qualifikationen zum Umgang mit ihnen insbesondere durch eine Verbindung von naturwissenschaftlicher und gesellschaftswissenschaftlicher Bildung aufgebaut werden. Gerade hier besitzt die Geografie als Mensch-Umwelt-Fach ihr besonderes Potential und ein Alleinstellungsmerkmal. Die Schülerinnen und Schüler erwerben hier auf der Grundlage von fundiertem Sachwissen Urteils- und Problemlösungskompetenz.