Am 15. Juli besuchte die Klasse 8.2 einen besonders bedeutenden historischen Lernort: die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück bei Fürstenberg/Havel. Zur Zeit des Nationalsozialismus befand sich dort das größte Frauenkonzentrationslager auf deutschem Boden. Am Ort angekommen nahmen die Schülerinnen und Schüler an einer zweistündigen Führung über das weitläufige Gelände teil. Die Referentin vermittelte einfühlsam die Geschichte des Lagers und legte dabei einen Schwerpunkt auf die Rolle der Aufseherinnen, der SS-Kommandanten sowie auf den grausamen Alltag der Häftlinge. An die Führung schloss sich eine vertiefende Projektarbeit in Kleingruppen an, die in der Dauerausstellung der Gedenkstätte stattfand. Mithilfe von Originaldokumenten, Fotografien und Hörstationen setzten sich die Jugendlichen intensiv mit individuellen Schicksalen sowie den Lebensbedingungen der Inhaftierten – insbesondere von Frauen und Kindern – auseinander. Die Gedenkstättenfahrt war eingebettet in ein mehrwöchiges klasseninternes Projekt zum Thema „Historisches Lernen – 80 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus“ und knüpfte inhaltlich an den vorherigen Kinobesuch des Films Schindlers Liste an. Für die Schülerinnen und Schüler war es ein sehr intensiver Tag, der viele bewegende Eindrücke und tiefgreifende Erkenntnisse hinterließ – nicht nur als Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, sondern auch als eindringliche Mahnung für die Gegenwart und Zukunft.
Klasse 8.2
Frau Schmieder in Begleitung von Frau Klimmek (Geschichte)