Zum 60- jährigen Jubiläum ein Traditionszimmer im Hause der Sportschule Potsdam?
Schon ein Jahr vor dem großen Jubiläum hat sich eine Gruppe von Schülern und Lehrern das Ziel gesetzt, die ungeordneten Materialien zur Geschichte der Sportschule herauszusuchen und in eine chronologische Reihenfolge zu bringen.
Die eigentliche Heimat der Sportschule ist die Stadt Brandenburg an der Havel, wo die Ära 1952 beginnt. Der Umzug nach Potsdam findet dann 25 Jahre später statt, wo sich der Erfolg der Schule weiter fortsetzt. Erinnerungen an die damalige Zeit bieten alte Fotos, Zeitungsartikel, Urkunden, Listen und Tagesabläufe von Schülern und Sportlern. Um aber eine umfassende Sammlung in der Schule platzieren zu können, muss die Gruppe weitere Recherchen durchführen und fährt dazu in das Deutsche Rundfunkarchiv nach Potsdam Babelsberg, wo sie die Datenbanken nach Olympioniken der Potsdamer Sportschule durchforsten können. Jedoch sind schulische und sportliche Entwicklungen nicht ihr einziges Vorhaben. Auch das weltpolitische Geschehen soll in diesem Traditionszimmer einen Platz finden, um mögliche Zusammenhänge erschließen zu können. Des Weiteren wird ein geografischer Vergleich des Luftschiffhafenkomplexes in Form von Landkarten und Legenden entworfen und dargestellt. Zusätzlich arbeitet die Gruppe an einer medialen Darstellung ihres Projekts.
Die Lehrer, aber vor allem auch die Schüler, wissen: Es ist eine
mühselige Arbeit alles herauszusuchen, durchzulesen und
zusammenzufassen. Trotzdem haben sie sich für dieses Projekt
entschieden, weil sie der Werdegang der Sportschule und der der
Sportler wie z.B. Birgit Fischer (Kanu), Udo Beyer (Leichtathletik)
oder Jana Henke (Schwimmen) interessiert. Die Projektteilnehmer
arbeiten mit sehr altem Video-, Ton-und Zeitungsmaterial, was die
Arbeit oft etwas erschwert. Große Neugierde wird jedoch beim
Anschauen von Bildern geweckt, da sie dort den direkten Vergleich zur
heutigen Zeit haben. Sie können z.B. die Sportausrüstung von früher
mit der von heute gegenüberstellen und Fortschritte von allein
erkennen.
„Die Arbeit dieser Gruppe wird nicht in einer Woche
fertiggestellt werden können“, sagt die betreuende Lehrerin des
Projekts, Frau Grzeschuchna. Trotzdem ist sie guter Dinge, dass im nächsten Jahr
ein Raum der Schule „Traditionszimmer“ genannt werden
kann, in dem sich ein vollständiges Archiv befindet, das von Jahr zu
Jahr weiter wachsen kann.







