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Flüchtlinge im Schulalltag der Sportschule Potsdam

10.06.2017 | 16:59

„Respekt und Toleranz schaffen Freude“

Gerne zur Schule gehen, geht das überhaupt? Während unseres Besuchs in unserer sogenannten „Willkommensklasse“ konnten wir uns selbst davon überzeugen: Ja, klar geht das! Sechs Schüler und fünf Schülerinnen zwischen 13 und 17 Jahren versuchen nun schon seit gut einem halben Jahr, sich die deutsche Sprache anzueignen. Sie kommen aus Syrien, Serbien, Kamerun, aber auch aus Tschetschenien. Sie haben also ganz unterschiedliche kulturelle Hintergründe. Aber sie haben alle ein gemeinsames Hobby – den Sport!

Gleich zu Beginn waren wir erstmal völlig überrascht, als alle aufgestanden sind, um uns zu begrüßen. Der respektvolle Umgang schuf eine angenehme Stimmung für unsere kleine Fragerunde, die wir vorbereitet hatten. Die Schüler/innen lauschten aufmerksam. Als wir unsere erste Frage stellten, welches das schönste deutsche Wort sei, antwortete ein Mädchen „Essen“, fünf weitere ergänzten das Wort „Schlafen“.

Neben dem großen Durst nach Wissen war auch Gelassenheit und Freude spürbar. Ebenso zu bemerken war die gegenseitige Toleranz der Schüler und Schülerinnen im Klassenraum. Als wir die letzte Frage stellten, ob sie etwas aus ihrer Heimat vermissen, machte sich eine bedrückende Stimmung bemerkbar. Antworten, die fielen, waren neben Familie, Freunden und dem Zuhause auch die Religionen. Ein Junge aus Serbien erwähnte, er würde den Döner vermissen. Diese Antwort lockerte diese leicht traurige Stimmung wieder auf.

Wir sind begeistert und beeindruckt, mit welcher Freude und positivem Elan die Jugendlichen ihre herausfordernde Aufgabe meistern. Denn wir halten es nicht für selbstverständlich, in ein Land zu kommen und eine Sprache zu lernen, die vorher ganz und gar unbekannt war.

Aus diesem Grund verdienen diese Jugendlichen großen Respekt und Anerkennung.

von Leonie Kuphal und Finn Ole Helbig (Klasse 10-2)

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